Abstract: Oder: wie sichere ich mich vor dem Psychopathen mit der Kettensäge
Viele Perl-Anwendungen in Unternehmen sind leider üble Hacks, mehrere
tausend Zeilen Spaghetti-Code in einer .pl-Datei und so weiter. Dabei
werden oft missionskritische Aufgaben betreut.
Dieser Vortrag soll eine Reihe von "goldenen Regeln" für die
Entwicklung moderner, wartungsfreundlicher und robuster
Perl-Anwendungen aufzeigen. Diese Regeln gelten natürlich auch für
alle Perl-Anwendungen, die nicht direkt in/für Unternehmen entwickelt
werden.
Die Regeln/Hinweise basieren auf diversen Erfahrungen mit Code in
großen Unternehmen.
Ziel ist es, konkrete Handlungsanweisungen für sauberen, modularen,
wartbaren, erweiterbaren, flexiblen und natürlich stabilen/robusten
Code zu geben. Handlungsanweisungen, die auch als Argumentationshilfe
gegenüber dem Chef oder Kunden helfen können.
Beispiele für ein paar Regeln in zufälliger Reihenfolge (zu denen
dann natürlich auch eine Begründung und ein Anwendungsbeispiel
folgen):
* Schreibe keine Scripts, außer zum Starten der Module
* Nutze Module::Build
* Nutze Devel::Cover und Perl::Critic zur rudimentären
Qualitätskontrolle
* Testing!
* Nutze das CPAN
* Nutze PAR zum Verteilen von Code
* Hinweise zur Bennennung von Variablen, Funktionen, Modulen
* Nutze Class::Accessor oder Moose
* Frickle Dir keinen eigenen ORM, nutze DBIx::Class
* Mit Windows gestraft? Nutze Strawberry Perl!
* Nutze Eclipse/Komodo/Padre oder von mir aus vim, nicht UltraEdit
* Nutze SVN oder ein anderes VCS
* Entwirre den Code mit Perl::Tidy
* Schreibe den Code so, als ob er aufs CPAN soll
* Schreibe Testbaren Code und Tests
* Objektorientierung macht das Leben leichter
* Nutze möglichst keine Module von Damian Conway!
* Und Vorsicht vor dem Psychopathen mit der Kettensäge!
* ...
Dieser Vortrag ist die Basis für den Vortrag "Modern Art der
Systemadministration in Perl", der einige dieser Punkte anhand eines
konkreten Projektes aufzeigt.