Abstract: Üblicherweise werden Tests in Form von einfachen Skripten mit Hilfe
des Moduls Test::More, Test::Simple unmittelbar bei, bzw. vor der
Implementierung realisiert. Durch die Verwendung von Tests soll die
Qualität des Codes, die Stetigkeit der APIs, oder ggf. auch die
Stabilität getestet werden. Die Durchführung wird üblicherweise
durch das Kommande make test eingeleitet.
Bei Systemen, die jedoch schon im Betrieb sind, ist die Durchführung
von Tests eher zweitrangig - die Aussage: "Es geht doch", ist aktuell
und ist oftmals nur die Einladung an den firmenfremden Mitarbeiter mit
dem Namen Murphy. Nach einem kurzen Besuch dieses Mitarbeiters bleibt
oft nur der Blick in die Dokumentation, die hoffentlich entsprechend
gestaltet wurde, sowie die Strapazierung des Erinnerungsvermögens von
Einzelnen.
Veränderungen beim Betrieb einer Applikation, eines Servers oder gar
Umstellung innerhalb eines Rechenzentrums gehören heute zum
Tagesalltag und erfordern erhöhte Flexibiltät von dem
Applikationsbetreuer.
Aufgrund dieser Erkenntnis lag der Schluß nahe ein Framework zum
Testen von Applikation im Betrieb zu implementieren. Durch Verwendung
von Tests, die mit Test::More umgesetzt wurden und der Festschreibung
eines Regelwerks wie ein einzelner Test kodiert sein muss, ergab sich
ein solider Rahmen.
Durch das TAP (Test Anything Protocol) können die Ergebnisse der Tests
schnell visualiert werden und eine Überprüfung einer laufenden
Applikation kann schnell durchgeführt werden.
Diese Art von Test einer Applikation bietet sich auch bei
Blackbox-Software, also Software, die nicht im Source vorliegt, an. Der
Vortrag zeigt anhand von einzelnen Beispielen wie solche Testszenarien
geplant und umgesetzt werden können.